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Lucy backt, Teil 3: Kleine Mandelhörnchen

Lucys backt (naja, schnabuliert) für Weihnachten:

Kleine Mandelhörnchen

Als die Mama noch klein war, da ging sie immer mit meiner Oma und und meinem Opa (also anders gesagt: mit ihren Eltern) ins Café Römer in Geisweid. Und da gab es entweder den besten Baumkuchen der Welt oder die besten Mandelhörnchen der Welt für die Mama. Was den Baumkuchen angeht, haben Mama und ich schon einige Rezepte ausprobiert – und wir waren nicht richtig glücklich. Dieses Jahr haben wir’s mit einem Rezept aus dem ZEIT MAGAZIN versucht – da gab es eine Ausgabe, die sich nur mit Kuchenbacken beschäftigte, aber überzeugt hat uns das nicht. Mal abgesehen davon, dass die Mama immer verständnislos den Kopf schüttelt, wenn sie dir Rezeptfotos aus der ZEIT anschaut – klar, die haben ihre eigene Ästhetik, aber Appetit machen die nicht! Wir probieren die Rezepte dann aber manchmal trotzdem aus, und zuletzt eben den Baumkuchen. Unser Fazit: Okay, kann man essen, aber schmecken zu sehr nach Ei. Kein Wunder – es mussten ZEHN (10!) Eier in den Teig. Wir haben dann Baumkuchenspitzen daraus gemacht: Ganz von Schokolade umhüllt, ist das Geschmackserlebnis ausgewogener und man hat nicht mehr den Eindruck, ein Klötzchen sehr süßes Rührei zu essen – aber: An den Baumkuchen von Café Römer kommt eigentlich nach wie vor nur der aus dem Naschwerk in Siegen heran! Der ist sogar vielleicht noch ein kleines bisschen besser!

Also – die Suche nach dem besten Baumkuchenrezept geht weiter. Wenn ihr tolle Tipps dazu habt, schreibt mir doch mal!

Jetzt aber zur guten Nachricht: Unsere kleinen Mandelhörnchen sind mindestens genauso lecker wie die aus Mamas Kindheit. Sagt sie zumindest. Ich weiß das nicht, ich war ja nicht dabei. Immer, wenn sie in eins reinbeißt, guckt sie ganz verklärt …

Natürlich hätten wir, das unschlagbare Backteam Lucy und Tönnchen (schaut doch mal bei Tönnchen auf Instagram vorbei!) das gerne selbst in die Hand – bzw. in die Pfötchen genommen. Aber genau das ist das Problem: Das ganze Rezept wird mit der Hand gemacht! Keine Handrührgeräte, keine Mixer, keine Teigrolle, nix! Geknetet, gerollt, geformt, gewälzt – alles komplett manu-factum! Und mal ehrlich: klebriges Marzipan an meinen zarten Puppenhänden? Neee, ohne mich. Tönnchen hätte ja im Prinzip ziemlich gerne mitgematscht – aber das wollte Mama dann irgendwie auch nicht. Das sei unhygienisch, sagt sie. Naja, wenn ich mir das Nilpferd so angucke, muss ich Mama leider recht geben …

Jetzt aber zum Rezept. Die Zutatenliste ist wieder äußert überschaubar:

250 g Marzipan
1 Eiweiß (Größe M)
100 g Zucker
6 Tropfen Bittermandelöl
eine winzige Prise Salz

150 g Mandelblättchen

und zum Schluss, für den der’s mag:
30 g Schokolade (ab 60%Kakaoanteil – oder wie immer ihr das mögt. Ich würde aber eher bitter verwenden, die Hörnchen sind süß genug!)

Und auch die Zubereitung ist nicht wirklich schwierig.

Einfach, aber matschig: Die Zubereitung

Die Mandelblättchen in eine breite Schüssel (oder einen tiefen Teller) schütten und zur Seite stellen.

Den Ofen auf 180 Grad (Gas Stufe 2) vorheizen.

Die restlichen Zutaten (bis auf die Schokolade!) – in eine Schüssel geben und mit den Händen (bäh!) solange kneten, bis die Zutaten gut vermischt sind. Das Ganze darf sich ruhig matschig anfühlen und ziemlich klebrig sein. Wenn ihr es ZU klebrig findet und Schwierigkeiten beim Formen der Hörnchen habt, könnt ihr noch ein, zwei Löffelchen gemahlene Mandeln dazugeben. Sobald der Teig ordentlich durchgemascht ist, formt ihr kleine Kugeln von der Größe einer Marzipankartoffel – allerdings nicht von so einem verschämt kleinen Marzipankartöffelchen, sondern ruhig etwas größer! Das Rosinchen hat sich mal zum Größenvergleich danebengelegt: Deutlich größer als ein Rosinchenfuß, vom Gesamtvolumen her nur etwas kleiner als ein Rosinchenkopf!

Klar? Aus den Rollen formt ihr zwischen den Händen kleine Hörnchen – und die werden dann tüchtig in den Mandelblättchen gewälzt, bis sie über und über damit bedeckt sind.

Lucys kleiner Praxistipp: Wenn die Mandelblättchen nicht unbedingt so toll haften und immer wieder runterfallen wollen, solltet ihr diese ein wenig zerkleinern (Mama geht, bevor bevor sie mit dem eigentlich Teig anfängt, mit ihren Händen einmal durch die Mandelblättchen und zerbröselt sie auf etwa 1/2–1/3 Blättchengröße) – die kleiner Splitter haften wesentlich besser, und der Optik tut es keinen Abbruch, eher im Gegenteil!

Sobald die Hörnchen mit Mandeln bedeckt sind, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Ihr müsst dabei keinen allzugroßen Abstand einhalten – die Hörnchen behalten im Großen und Ganzen ihre Form und laufen nicht auseinander!

Wenn das Backblech voll ist (ihr müsstet mit einem auskommen – eventuell bleiben noch 4–5 Hörnchen für einen zweites Blech), ab in den Ofen!

Backzeit bei 180 Grad etwa 15–17 Minuten

Sehen die nicht lecker aus?

Man kann die Enden der Hörnchen natürlich auch noch in über dem Wasserbad geschmolzene Schokolade tauchen. Das KANN man tun, muss man aber nicht. Wir machen es normalerweise NICHT.

Ergibt um die 25 Stück. Klingt wenig, ist aber O.K. – die hauen rein! Selbst Mama schafft nicht mehr als drei – und das will etwas heißen!

Das war’s! Und auch heute wünschen wir euch gutes Gelingen beim Nachbacken.
Wenn ihr Lust habt, schreibt uns doch mal, ob ihr die Mandelhörnchen auch so lecker findet!

Euer fröhliches Back-Team

Lucy & Tönnchen

P.S. Heute kommt Besuch von Mamas Ex-Grundschuleltern-Freundinnen. Da gibt’s dann die Mandelhörnchen – und den Rest esse ich.

 

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