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Schokotörtchen mit Mango-Füllung

ein feines, kleines Törtchen mit einer fruchtig-scharfen Füllung – absolut oiiiinktastisch!

Oiiiink! Hier ist oire Bella: Ich liiiiiebe ja so kleine Törtchen, wie man sie in franzöööösischen Boulangerien bekommt, und deswegen hat mir Tönnchen auch gezeigt, wie man tolle Mousse-Törtchen backt! Für oich habe ich mir hoite ein Rezept von dem tollen Matthias Ludwig von TörtchenTörtchen vorgenommen – ich zeig oich jetzt mal, wie das geht!

Also, Froinde: In die Pfötchen gespuckt und los! Ihr braucht

1 x Schokoladenbiskuit-Teig mit 20 g Extra-Schokotropfen – zum Rezept geht es hier!

für die Schokomousse:
90 ml Milch
1 Eigelb
15 g Zucker
155 g gehackte dunkle Kouvertüre
250 ml cremig geschlagene Sahne

für die Fruchtfüllung:
ca. 300 g Fruchtfleisch von frischen, süßen Mangos
eine kleine, frische Chilischote
30 g Zucker
60 ml frisch gepresster Orangensaft

für die Schokoglasur:
10 g Kakao
35 g Zucker
25 g Creme fraîche
30 ml Wasser

1 Backthermometer
10 Backringe à 6 cm Durchmesser, 4 cm hoooch

Ich hab zu allererst meinen Biskuit gebacken – und dann hatte ich eigentlich gar keine Lust mehr weiterzumachen, weil der schon so superlecker war, dass ich ihn am liebsten vom Blech gefuttert hätte. Aber TÖNNCHEN hat gesagt, das geht nicht und ich soll gefälligst nicht so die Sau rauslassen. Außerdem bliebe immer noch genug üüüübrig zum Naschen. Also habe ich ganz 10 Rechtecke von ganz, ganz genau 2, 8 cm x 18,5 cm Kantenlänge ausgeschnitten. Dann wollte ich den Rest Teig aufessen, aber Tönnchen hat gesag, ich muss noch ich noch 10 Quadrate von 3,5 cm Durchmesser ausstechen. Zum Glück war dann immer noch ein bisschen Teig übrig. Nicht genug, um den anderen noch etwas davon anzubieten, aber immerhin.

Bis dahin war alles noch ziemlich einfach (mit dem Lineal hat mir der Nönner ein bisschen geholfen). Aber dann musste ich diese langen Streifen zu Kreisen biegen und in diese Förmchen einlegen. Ich fand ja, dass die viiiiel zu lang waren, aber der Nönner hat gesagt, dass er das genau ausgerechnet hat und das stimmt. Und dann hat Tönnchen es mir vorgemacht: Man muss die Kanten bündig aneinander legen und dann irgendwie in die Förmchen reinquetschen. Und merkwürdigerweise passt das dann! Zum Schluss kommen noch die kleinen Quadrate in die Förmchen, als Boden.

OBSTFÜLLUNG

Dann habe ich die Obstfüllung gemacht: Ich habe eine Mango geschält und das Fruchtfleisch in kleine Würfelchen geschnitten. Die Chilischote habe ich auch in ganz kleine Stückchen geschnitten. Oiiiiiink!! Das hat vielleicht an den Pfötchen gebrannt! Noch den ganzen Tag danach. Warum hat mir denn wieder keiner verraten, dassn man zum Chilischneiden unbedingt Pfötchenschoner tragen sollte! Woher soll ich das wissen bitte?

Danach habe ich den Zucker in einem Topf warm gemacht, bis er geschmolzen ist und dann den Orangensaft dazugekippt und auf ganz, ganz niedrige Temperatur gestellt und so lange gerührt, bis sich der ganze karamellisierte Zucker wieder aufgelöst hat. Und dann habe ich noch die Mango und die Chili dazugegeben, alles kräftig verrührt dann das Ganze zur Seite gestellt und die Schokomousse gemacht.

SCHOKOMOUSSE

Dazu musste ich die Milch aufkochen lassen und in der Zwischenzeit in einer Schüssel Eigelb und Zucker verrühren. Dazu hab ich dann die heiße Milch geschüttet und dann das Ganze wieder zurück in den Topf. Warum dieses Hin und Her, habe ich mich gefragt, und Tönnchen hat es mir erklärt. (Ich habe allerdings sofort wieder vergessen, was Tönnchen mir erklärt hat.) Jedenfalls musste ich dann die Masse ganz doll erhitzen, bis das Thermometer 84 Grad gezeigt hat, und dabei mit einem Silikonschaber die ganze Zeit rühren, damit nichts anbrennt. Und total aufpassen, dass ich nicht in den Topf falle, den das wäre mit Sicherheit sehr unangenehm geworden! Das war vielleicht anstrengend, sage ich oich!! Aber ich habe mich auch gefroit, denn wenn ich beim Backen sehr viele Kalorien verbrauche, dann darf ich hinterher ein Stück Kuchen extra essen.

Das ganze Rühren und Erhitzen hat sich gelohnt: Die Masse ist schön dick und cremig geworden! Und dann durfte ich endlich die gehackte Schokolade dazugeben, ein bisschen stehen lassen und dann alles schön zusammenrühren. Das sah schon soooo lecker aus, aber war noch nicht fertig. Während ich darauf gewartet habe, dass die Masse etwas abkühlt, habe ich die Sahne geschlagen – aber nicht so richtig, richtig steif, sondern schöööön cremig – schleck! Die Sahne durfte ich unter die Schokomasse heben, sobald die auf 45 Grad abgekühlt war!

Dann hätte ich gerne ein Schälchen Mousse gelöffelt, aber Tönnchen hat gesagt, ich kann die Törtchen jetzt zusammenbauen. Ich habe überall zuerst ein bisschen Mousse mit der Spritztüte eingefüllt, bis das Förmchen zu 1/3 voll war und hab dann ein Löffelchen von der Obstfüllung daraufgegeben (die üüübirgens total lecker war und auch gar nicht scharf!). Und dann habe ich nochmal soviel Schokomousse darauf gemacht, bis alle Backringe bis zum Rand voll waren und hab oben die Masse nochmal ganz glattgestrichen.

Dann hab‘ ich das Ganze in den Tiefkkühlschrank getan – dort musste es mindestens 4 Stunden einfrieren, also hab‘ ich mich erstmal schlafen gelegt.

SCHOKOGLASUR

Am nächsten Morgen habe ich dann die Schokoglasur gemacht: Ich habe Zucker und Kakao mit 30 ml Wasser in einem Topf verrührt und aufkochen lassen. Das musste dann noch ein Minütchen weiterköcheln, dann musste die Crème fraîche dazu und das ganze musste noch ein bisschen köcheln, bis es etwas eingedickt ist. Und dann habe ich die eisig kalten Törtchen aus dem Kühlfach geholt und die Oberfläche mit der Schokoglasur bestrichen – das sah sooooooo schön aus! Wie lackiert! Und das Tolle ist: Sie bleibt auch so schön!

Ich musste sie dann natürlich noch aus den Backringen rausholen – das war gar nicht so einfach, und ich habe Mama gefragt, ob sie mir wohl mal helfen kann (verratet das nicht Tönnchen, dass ich das nicht alleine gemacht hab!). Die hat die eisigen Ringe ein bisschen mit den Händen angewärmt und dann von unten nach oben die noch gefrorenen Törtchen aus den Ringen rausgeschoben – fertig. Ich musste natürlich noch ein bisschen warten, bis sie auch innendrin aufgetaut waren – aber dann habe ich probiiiiiiiiiiert!

Ohhhhhhhhhh! Himmlisch! Einfach oiiiiinktastisch! Die MÜSST ihr probieren!! Unbedingt!
Oire Bella.

Schokoladen-Biskuit

Zutaten:
70 g gemahlene Mandeln
70 g Puderzucker
2 Eier (Größe M)
3 Eiweiße (Größe M)
45 g Zucker
55 g Mehl
20 g Kakao
25 g flüssige Butter

(für das Schokomousse-Törtchen haben wir noch 20 g Schokotropfen zugegeben, damit das Ganze eine hübsche Struktur hat!)


Zubereitung:
In einer Schüssel Mandeln, Puderzucker und die Eier cremig aufschlagen. In einer anderen Schüssel die Eiweiße mit dem Zucker steif schlagen. Einen Teil des Eischnees unter die Mandel-Zuckermischung heben.

Kakao und Mehl auf den restlichen Eischnee sieben und alles rasch unterheben. Einen Esslöffel der Masse zu der geschmolzenen Butter geben und diese Mischung vorsichtig unter die Teigmasse ziehen.

Den Teig gleichmäßig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und bei 180 Grad 8–12 Minuten backen.

Bellas bunter Foccacia-Garten

Wie unsere Instagram–Follower wissen, läuft gerade auf Instagram gerade – im November 2020 – „Das große Plüschiebacken“. In Woche 2 war die Aufgabe: Backen mit Hefe.

Da Wencke und ich als Organisatorinnen und Chefjurorinnen des Wettbewerbs nicht mitbacken können, haben wir unsere Bella (unterstützt von ihrem Schweineprinzen Gernot) in den Wettbewerb geschickt.

Bella hat sich eine Menge vorgenommen: Sie und Gernot und haben an einem einzigen Nachmittag Croissants, eine Schokoladenbabka und diese beiden wundervollen Blumengärten aus Foccacia-Brot gebacken.

Das besonders Schöne daran ist: So ein Foccacia-Gärtchen ist nicht schwierig anzulegen, kann ganz und gar individuell gestaltet werden, ist offen für so ziemlich allen Gemüsearten und setzt der Kreativität keine Grenzen. Tatsächlich ist es so, dass die etwas verwilderten Gärtchen von Bella und Gernot innerhalb von 5 Minuten entstanden sind, weil die 16-Uhr-Frist des Wettbewerbs auslief und das Ganze ja auch noch in den Ofen musste. Trotzdem sind zwei überaus ansehnliche bunte Wildgärten entstanden, die noch dazu wunderlecker warten!

Hier das Rezept: Zutaten

für 2 kleine oder einen großen Garten
(als Hauptgericht für 2–3 Erwachsene oder 4 Vorspeisen)

für den Teig:
1/2 Würfel frische Hefe
250-270 ml Wasser
1 TL Zucker
450 g Mehl (+/- 30-40 g)
1 gehäufter Teelöffel Salz
50 g Olivenöl

Gartenpflanzen:
verschiedene Gemüse, Kräuter, Kerne und Gewürze*
Bella hat verarbeitet:
1/2 rote Paprika
3-4 Cocktailtomaten
1 grüne Tomate
1 rote Zwiebel
1/3 Zucchini
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
1 Stück frische rote Bete
ein Pfötchen Schnittlauch
einige Stängel glatte Petersilie
2 EL Schwarzkümmel
2 EL Kürbiskerne


natürlich könnt ihr auch noch mit allem möglichen Anderen variieren: Oliven, Pilzen, anderen Wurzelgemüsen, lila Kartoffeln, Süßkartoffel, Kürbis … oder oder oder – was immer ihr da habt!

Die Zubereitung

Bella hat die Hefe ins lauwarme Wasser gebröselt, den Zucker zugegeben und alles verrührt. Währenddessen hat Gernot Mehl, Salz und Öl in eine Schüssel gegeben und beiden haben die Hefemischung dazugekippt und alles etwa 10 Minuten zu einem geschmeidigen Hefeteig gehopst (natürlich im Frischhaltefolien-Schutzanzug! Menschen kneten einen solchen Teig mit der Hand oder der Küchenmaschine durch.) Der Teig sollte weich, geschmeidig, aber nicht mehr klebrig sein (je nach Konsistenz noch ein bisschen Mehl / Wasser zugeben).

Den Teig zu einer Kugel formen und in einer Schüssel mit einem sauberen Küchentuch bedeckt eine Stunde gehen lassen. Der Teig sollte sich in dieser Zeit etwa verdoppeln.

In der Zwischenzeit das Gemüse vorbereiten, z.B. indem ihr die Frühlingszwiebeln längs schneidet und zu Gräsern auffächert, die Möhren und Zucchini in dünne Scheiben oder kleine Stücke schneidet, Blümchen aus rote Bete schnitzt, dünne Ringe aus Paprika schneidet oder Röschen aus Tomatenschale dreht!

Wenn der Teig fertig ist, zu zwei ca. 25–35 cm großen Rechtecken ausrollen (oder zu Kreisen … oder WAS IMMER IHR WOLLT! Ihr könnt auch ein Nilpferd aus Teig formen) und mit den vorbereiteten Gemüsestücken und den Kräutern eine bunte Blumenwiese legen. Zur Dekoration Schwarzkümmel, Samen und Pfefferkörner verwenden.

Zum Schluss wird die Focaccia noch mit etwas Öl bestrichen und dann bei 180°C etwa 25–30 Minuten gebacken, bis sie leicht gebräunt ist.

Und dann? Ich sag’s mal in Bellas einfachen Worten: „Oiiiink! Schleck! Mampf!!“

Naaaa, Lust, euren eigenen Blumengarten entstehen zu lassen? Dann legt los! Viel Spaß beim Backen wünschen euch

Euer Tönnchen … und natürlich auch WENCKE


Orangen-Chili-Teufelchen

Die Elchmädels backen für Halloween

Unser Junior-Backteam ist momentan ja ein bisschen unausgelastet: Noch sind Herbstferien (am Montag geht die Schule wieder los … oder auch nicht – man weiß ja nie in diesen verrückten Zeiten), die Ballettschule hat zu, unser Weihnachtsbackbuch ist fix und fertig und die Arbeiten zu unserem Kochbuch (jaaaa! Ich habe da einen Plan!!! Erzähle ich bald mehr drüber!) haben noch nicht richtig begonnen.

Aber man weiß ja, wie kleine Elche so sind: Einen Plan haben sie immer! Also waren sie im Karnevals-, Party- und Bastel-Discount am Ring einkaufen: Dort findet man eigentlich immer schöne Dinge, die kleine-Elchsmädchen-Herzen höher schlagen lassen: Kleine Liegestühle, das entzückende kleine Schaukelpferd – und eine große Auswahl an ungewöhnlichen Ausstechförmchen. Das kleine Teufelchen hatte es den Mädels direkt angetan, und sie wollen unbedingt damit gleich etwas backen.

Das muss man ihnen wirklich lassen: Kreativ sind sie, die Mädchen! Im Pfötchenumdrehen hatten sie – passend zum Förmchen-Charakter – ein teuflisch leckeres Rezept kreiert, das noch dazu genau zur Jahreszeit passt! Schließlich ist es nur noch eine Woche bis Halloween! Da es sich deutlich abzeichnet, dass unsere Kleinen in diesem Jahr auf den „Süßes-oder-Saures“-Rundgang durch die ganze Nachbarschaft verzichten müssen, haben sie stattdessen „Süßes, Saures UND Scharfes“-Plätzchen gebacken: Marzipanige Süße trifft auf eine säuerlich-sanfte Orangennote, abgerundet durch ein bisschen feurige Chili – wie wunderbar ist das denn?

Keine Bange: Die Chili sorgt nur für einen ganz sanften Kitzel im Gaumen!

Hier das Rezept: Zutaten

3 Eigelb (Größe M)
100 g Zucker
220–250 g gemahlene Mandeln
45 g Marzipan
1 Msp. Backpulver
2 TL abgeriebene Orangenschale
1/2 TL Chiliflocke

Glasur:
75 g Puderzucker
etwas rote Lebensmittelfarbe
15 g Orangensaft

und zum Schluss,
20 g dunkle Schokolade
30 g Puderzucker, ein paar Tröpfchen Wasser

Die Zubereitung

Die drei Eigelbe mit dem Zucker schaumig schlagen.

Nach und nach die Mandeln zugeben und untermischen. Marzipan in kleine Stücke zerrupfen, mit der geriebenen Orangenschale, dem Backpulver und dem Chilipulver zugeben und sorgfältig unterarbeiten (Nehmt dazu die Knethaken des Handrührgerätes oder Pfötchen!). Der Teig darf ziemlich klebrig, aber nicht zu matschig sein – es sollte möglich sein, ihn auszurollen!

Den Ofen auf 160 Grad vorheizen.

Den Teig ausrollen (ca. 3-4 mm dick) und mit Ausstechförmchen eurer Wahl das gewünschte Motiv ausstechen.

Um ehrlich zu sein (Tönnchens kleiner Praxistipp): Dieser Teig ist eigentlich zu klebrig für ein derart filigranes Motiv wie das Teufelchen mit seinem Dreizack – es war einiges an Fummelei, den Teig halbwegs unbeschadet nach dem Ausstechen aus dem Förmchen zu lösen! Wir haben daher mit dem stumpfen Ende eines Schaschlik-Spießchens gaaaanz vorsichtig nachgeholfen – und, wenn doch etwas schiefgegangen ist, nachmodelliert und wieder drangeklebt – was möglich war, eben weil der Teig so klebrig ist! Hat halt alles seine Vor- und Nachteile! Wenn ihr also keine Lust auf so eine Frickelarbeit habt: Motive wie Herzchen etc. funktionieren ausgezeichnet 😉

Die ausgestochenen Plätzchen bei 160 Grad ca. 11–12 Minuten backen.

In der Zwischenzeit Puderzucker, Orangensaft und etwas Lebensmittelfarbe zur Glasur anrühren. Die Teufelchen nach dem Backen nur ganz leicht abkühlen lassen; noch warm mit der Glasur bestreichen (wir machen sowas einfach mit dem Messer und bestreichen wie ein Butterbrot!).

Sobald die Glasur getrocknet ist, die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen lassen: Hörnchen, Schwanzspitze, Dreizack-Zacken und Hufe mit etwas Schokolade anmalen. (Wir haben das übrigens auch einfach mithilfe des oben erwähnten Schaschlikspießchens gemacht!). Für die Augen etwas Puderzucker mit ein paar Spritzern Wasser (oder Zitronensaft) anrühren, gerade so, dass sich Zucker und Flüssigkeit zu einer zähen, weißen Masse vermischen und als Tupfer auftragen lassen. Sobald die weißen Tupfer etwas angetrocknet sind, winzige Schokoladentupfer als Pupillen auftragen. Fertig.

Die Teufelchen ganz trocknen lassen – und genussvoll aufessen!

Das war’s! Wie immer wünschen wir euch gutes Gelingen beim Nachbacken.
Wenn ihr Lust habt, schreibt uns doch mal, ob eure Teufelchen (oder was auch immer ihr daraus geformt habt, lecker waren!)

Das Junior-Back-Team

Rosinchen und Pralinchen

Mini-Schoko-Gugelhupf mit Rote Bete

Na los – komm ruhig näher und greif zu! Nimm dir einen …

Mini-Schoko-Gugelhupf mit Rote Bete

 

Trommelwirbel und Tusch: Ich präsentiere noch was, was wir hier alle sehr lieben: Gugelhupfe im Miniaturformat zum Liebhaben und mit einem Haps verschlingen. Ungefähr so groß wie ein Trüffel-Pralinchen sind diese kleinen Leckerbissen, die sich bei uns größter Beliebtheit erfreuen, weil sie a) superlecker b) nur eine ganz, ganz klitzekleine Verführung sind. Solange man nur einen isst … oder zwei … und bei dreien – naja. Ist immer noch nicht soviel wie ein „erwachsenes“ Stück Kuchen!

Wir jedenfalls backen diese kleinen Köstlichkeiten schon seit vielen Jahren; schon als das „richtige Kind“ noch in die Grundschule ging, war das der Renner als Geburtstags-Mitbringsel – wir haben dann immer drei Sorten gebacken: Schlumpf-Zitrone – in knallblau – Straciatella – und Schoko-Guglhupfe mit Rote Bete. Was man natürlich braucht, sind Mini-Gugl-Backformen – sonst ist die ganze Aktion ja irgendwie witzlos. Ich verlinke euch unten mal verschiedene Angebote. Wir selbst verwenden eine Silikonbackform, aber nicht jeder mag in diesem Kunststoff backen, daher gebe ich noch eine Alternative aus Metall an.

Angesichts der feinen Rillung muss man die Förmchen auf jeden Fall sehr sorgfältig einfetten, sonst lösexn sich die Küchlein schlecht aus der Form und gehen kaputt – was unbestreitbar sehr, sehr schade wäre, denn das Auge isst hier ja mal wieder in besonderem Maße mit!

Aber kommen wir doch einfach mal zu den Zutaten:


für etwa 20 kleine Hupfe:
etwas Butter und Mehl zum Einfetten der Form

40 g dunkle Schokolade (70% Kakaoanteil), geschmolzen
80 g Rote Bete, gekocht und püriert
80 g Butter
55 g Puderzucker
1/2 Paket Vanillezucker


1 Ei & 1 Eigelb
75 g Mehl
Mark von 1/2 Vanilleschote
1 Prise Salz

und wer noch gerne einen Guss hätte:
100 g dunkle Kouvertüre

außerdem vorab bereitstellen*: einen kleinen Topf – einen mittleren Topf mit etwas kochendem Wasser und eine hohe Tasse zum Schmelzen der Schokolade – eine Rührschüssel – die Küchenwaage – einen Backpinsel – die Gugelform – das Handrührgerät – den Stabmixer

Und schon kann’s losgehen:

1. Die Vorbereitungsarbeiten: Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Da bei unserem blöden Ofen die Ober-/Unterhitze  kaputt ist, heizen wir bei ca. 190 Grad Umluft vor. Geht auch.

In einem kleinen Topf einen Klacks Butter zum Schmelzen bringen, Förmchen gründlich ausfetten, mit etwas Mehl bestäuben.

2. Den Teig zubereiten: Die Schokolade im Wasserbad zum Schmelzen bringen. Wir bröckeln dazu die Schokolade einfach etwas klein, tun sie in eine Kaffeetasse und stellen diese in kochend heißes Wasser.

Die Rote Bete mit dem Pürierstab pürieren.

Die Butter mit dem Puder- und dem Vanillezucker schaumig schlagen. Die pürierte Rote Bete und die Eier zugeben, kurz verrühren, die geschmolzene, etwas abgekühlte Schokolade dazugeben und alles mit dem Handrührgerät schon cremig schlagen. Zum Schluss das Mehl mit der Prise Salz und der Vanille dazugeben und alles noch einmal gründlich vermischen.

3. Backen: Den fertigen Teig entweder in einen Spritzbeutel geben oder – wem das zu umständlich ist – mit zwei Teelöffeln vorsichtig in die Förmchen füllen. Aufpassen: Die Förmchen mit bis knapp unter den Rand mit etwa einem gehäuften Teelöffel befüllen!

Im vorgeheizten Backofen etwa 17–18 Minuten backen. Sobald die Küchlein etwas abgekühlt sind, aus der Form lösen.

Und wer’s gerne mit Guss mag (bei uns überleben die kleinen Hupfe meist nicht so lange, dass wir noch groß Schokoguss darauf anbringen könnten): Die Kouvertüre über’m Wasserbad schmelzen und gleichmäßig über die kleinen Küchlein verteilen …

Und wieder einmal wünschen wir viel Spaß beim Nachbacken!

  • Lucys prima Praxis-Tipp für enge und chaotische Küchen: Tönnchen und ich haben es uns inzwischen angewöhnt, vor dem Backen grundsätzlich die Zutatenliste genau durchzusehen und für jede Zutat ein Schälchen herbeizuholen. Und bevor wir mit irgendeinem anderen Arbeitsschritt beginnen, stellen wir sämtliche Zutaten vor uns auf den Tisch. Und die Waage, den Messbecher, die Rührschüssel, den Backpinsel … (und die Kamera natürlich. Denn wir wollen ja auch schöne Bilder machen, manchmal von jedem einzelnen Arbeitsschritt.) Wir messen bzw. wiegen alle Zutaten in jeweils einem eigenen Schälchen ab und stellen sie in der Reihenfolge ihrer Verwendung auf. So kommt nix durcheinander und es entsteht kein Chaos zwischendrin!

 

 

Lucy backt, auch nach Weihnachten: SKKMSS

Omis köstliche Sauerkirschtarte

 

Kaum war Weihnachten vorbei und vorerst auch die Plätzchenbackerei, machte das Tönnchen auch schon wieder Stress: Ich sollte euch unbedingt das Rezept für den Lieblingskuchen ihrer und Mamas Jugend verraten. Weil sie ja schließlich auf einem soooooo schönen Foto auf Instagram mit besagtem Kuchen zu sehen ist – und sooooo viele Leute das Bild wunderschön fanden (jaja, der Kuchen ist schon lecker und sieht auch so aus!). Aber dann kamen im Januar ja erst einmal Mamas Geburtstag und Opas Achtzigster dazwischen – und da waren wir zwei ja extrem fleißig in der Küche (wie der ein oder andere sicherlich von Tönnchens Instagram-Kanal weiß ;-). Aber dazu später. Kommen wir nun also zunächst einmal zu unserem wunderbaren All-Time-Kuchen-Favoriten:

Eingeführt in unsere Familie wurde er unter dem wohlklingenden Namen SKKMSS (sprich: Esskakaemmessess) – die ungeheuer griffige Abkürzung für „Sauerkirschkuchen mit saurer Sahne“. Unter diesem eher umständlichen Titel stand das Rezept damals in irgendeiner dieser Frauenzeitschriften, die man im letzten Jahrtausend so las … Brigitte, Für Sie, Feindin, Puppen und ihre Mütter … oder so ähnlich. Das war zu einer Zeit, in der alle um uns herum noch keine Berührung mit französischer Patisserie gehabt hatten und Buttercremetorte, Streuselkuchen und Frankfurter Kranz das Höchste der Gefühle darstellte, schon eine echte Innovation! Deswegen auch der Name. Die Bezeichnung „Tarte“ hätte damals bei den meisten ein unverständiges „Häääää?“ ausgelöst und wäre als Rechtschreibfehler aufgefasst worden.

Zunächst einmal die Zutaten:


für den Mürbeteig:
175 g Mehl
100 g Butter
1 Ei (Klasse S … oder M )
80 g Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
*

500 g Hülsenfrüchte (Dicke Bohnen, Kichererbsen o.ä.) zum Blindbacken


für den Guss:
mindestens 6 EL gemahlene Mandeln
1 großes Glas Sauerkirschen (*s. Tipp)
3 Eigelb (mit den Eiweiß könnt ihr dann schnell köstliche Mandelhörnen als den kleinen Sidekick backen!)
30 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
die abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone
1 EL Zitronensaft
1 TL Speisestärke
250 g saure Sahne

*

* Lucys Tipp: …  Ihr könnt stattdessen selbstverständlich auch frisches Obst nehmen, z.B. frische Kirschen (entsteint, versteht sich!!) … oder Blaubeeren. Das frische Obst solltet ihr dann aber ca. 10 Minuten mit etwas Zucker andünsten, und danach wie die Sauerkirschen gründich abtropfen lassen.

Und los geht’s. Wir backen ja immer gleich mehrere von den Kuchen auf Vorrat – oder wir bereiten ein paar Mürbekuchenteige parallel vor und frieren den Teig ein. Da sind wir ganz praktisch veranlagt. Einziges Problem bei der Sache: Mama, Tönnchen und ich haben viel öfter Lust, Kuchen zu backen, als Kuchen aufzutauen. Irgendwann ist dann der Gefrierschrank bis oben voll – und dann?? Ach – eigentlich ganz einfach. Man lädt die Veronika ein.

Bevor ihr mit der

1. Herstellung des Mürbeteigs

beginnt, schüttet schon einmal die Kirschen in so ein Abtropf-Dings (wenn ihr Kirschen aus dem Glas nehmt). Denn das Geheimnis eines gelungenenMürbeteig-Kuchens ist: Er darf nicht zu matschig, zu nass und zu weich werden.

Außerdem könnt ihr den Backocken schonmal auf 180 Grad vorheizen!

Die Teigzutaten – Mehl, Butter, Ei, Zucker, Salz und Vanillezucker – entweder in einer Schüssel mit den Knethaken des Handrührgerätes oder mit den Händen auf einer bemehlten Arbeitsfläche rasch zu einem glatten Teig verarbeiten.

Lucys Praxistipp: Immer etwas Mehl zusätzlich zur Hand haben! Es klingelt IMMER der Paketbote oder das Telefon, wenn man beide Hände im Teig hat. Mit etwas Mehl bekommt man das Meiste schnell abgeribbelt, ansonsten dauert’s ewig, und man muss sich in aller Eile die halbe Teigmenge abwaschen (und hat dann zu wenig für den Kuchen übrig) oder man hat hinterher am Telefonhörer, an der Türklinke und am Türaufdrückknopf den Teig kleben, was ja auch nicht so toll ist. (Der Paketbote guckt auch immer etwas doof, wenn man auf seinem Unterschreibe-Dings fette Teigschlieren hinterlässt!)

Den fertig gekneteten Teig eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, dann auf einer leicht bemehlten Fläche kreisförmig ausrollen.

2. Blindbacken

Den Boden einer klassischen Springform* (24–26 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen; die Seiten mit etwas Butter bepinseln und den kreisförmig ausgerollten Teig so darin verteilen, dass man etwa 3 cm Rand hat.

Lucys Praxistipp: Ihr könnt natürlich auch eine entsprechend große Tarteforme nehmen – was ich auch tun würde –, aber anno dunnemals, als die Omi das Rezept zum allerersten Mal backte, hatte man sowas in deutschen Haushalten nicht – nur eine Springform und eine Kastenform (maximal noch eine Guglhupfform).

Der Teig wird nun wiederum mit Backpapier ausgelegt und mit den trockenen Hülsenfrüchten (Bohnen oder Kichererbsen) befüllt. Den so beschwerten Boden ca. 15 min bei 180 Grad backen.

Aus dem Ofen holen, das Backpapier mit den Hülsenfrüchten herausheben (diese aufbewahren – die könnte ihr beim nächsten Blindbacken wieder benutzen!) und den Boden mit den gemahlenen Mandeln bestreuen. Darauf die gut abgetropften Kirschen gleichmäßig verteilen.

Fehlt nur noch der

3. Guss

Saure Sahne, Eigelb, Vanillezucker, Zucker, Zitronensaft und Stärke mit dem Handrührgerät schön schaumig verquirlen. Dann den Guss gleichmäßig über die Kirschen gießen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad (Umluft/Gas Stufe 3) ca. 25 Minuten backen lassen, bis die Oberfläche einen zarten Goldbraunton angenommen hat.

Fertig! Und wieder einmal wünschen wir euch frohes Gelingen beim Nachbacken.

Euer fröhliches Back-Team

Lucy & Tönnchen

 

Lucy backt, Teil 3: Kleine Mandelhörnchen

Lucys backt (naja, schnabuliert) für Weihnachten:

Kleine Mandelhörnchen

Als die Mama noch klein war, da ging sie immer mit meiner Oma und und meinem Opa (also anders gesagt: mit ihren Eltern) ins Café Römer in Geisweid. Und da gab es entweder den besten Baumkuchen der Welt oder die besten Mandelhörnchen der Welt für die Mama. Was den Baumkuchen angeht, haben Mama und ich schon einige Rezepte ausprobiert – und wir waren nicht richtig glücklich. Dieses Jahr haben wir’s mit einem Rezept aus dem ZEIT MAGAZIN versucht – da gab es eine Ausgabe, die sich nur mit Kuchenbacken beschäftigte, aber überzeugt hat uns das nicht. Mal abgesehen davon, dass die Mama immer verständnislos den Kopf schüttelt, wenn sie dir Rezeptfotos aus der ZEIT anschaut – klar, die haben ihre eigene Ästhetik, aber Appetit machen die nicht! Wir probieren die Rezepte dann aber manchmal trotzdem aus, und zuletzt eben den Baumkuchen. Unser Fazit: Okay, kann man essen, aber schmecken zu sehr nach Ei. Kein Wunder – es mussten ZEHN (10!) Eier in den Teig. Wir haben dann Baumkuchenspitzen daraus gemacht: Ganz von Schokolade umhüllt, ist das Geschmackserlebnis ausgewogener und man hat nicht mehr den Eindruck, ein Klötzchen sehr süßes Rührei zu essen – aber: An den Baumkuchen von Café Römer kommt eigentlich nach wie vor nur der aus dem Naschwerk in Siegen heran! Der ist sogar vielleicht noch ein kleines bisschen besser!

Also – die Suche nach dem besten Baumkuchenrezept geht weiter. Wenn ihr tolle Tipps dazu habt, schreibt mir doch mal!

Jetzt aber zur guten Nachricht: Unsere kleinen Mandelhörnchen sind mindestens genauso lecker wie die aus Mamas Kindheit. Sagt sie zumindest. Ich weiß das nicht, ich war ja nicht dabei. Immer, wenn sie in eins reinbeißt, guckt sie ganz verklärt …

Natürlich hätten wir, das unschlagbare Backteam Lucy und Tönnchen (schaut doch mal bei Tönnchen auf Instagram vorbei!) das gerne selbst in die Hand – bzw. in die Pfötchen genommen. Aber genau das ist das Problem: Das ganze Rezept wird mit der Hand gemacht! Keine Handrührgeräte, keine Mixer, keine Teigrolle, nix! Geknetet, gerollt, geformt, gewälzt – alles komplett manu-factum! Und mal ehrlich: klebriges Marzipan an meinen zarten Puppenhänden? Neee, ohne mich. Tönnchen hätte ja im Prinzip ziemlich gerne mitgematscht – aber das wollte Mama dann irgendwie auch nicht. Das sei unhygienisch, sagt sie. Naja, wenn ich mir das Nilpferd so angucke, muss ich Mama leider recht geben …

Jetzt aber zum Rezept. Die Zutatenliste ist wieder äußert überschaubar:

250 g Marzipan
1 Eiweiß (Größe M)
100 g Zucker
6 Tropfen Bittermandelöl
eine winzige Prise Salz

150 g Mandelblättchen

und zum Schluss, für den der’s mag:
30 g Schokolade (ab 60%Kakaoanteil – oder wie immer ihr das mögt. Ich würde aber eher bitter verwenden, die Hörnchen sind süß genug!)

Und auch die Zubereitung ist nicht wirklich schwierig.

Einfach, aber matschig: Die Zubereitung

Die Mandelblättchen in eine breite Schüssel (oder einen tiefen Teller) schütten und zur Seite stellen.

Den Ofen auf 180 Grad (Gas Stufe 2) vorheizen.

Die restlichen Zutaten (bis auf die Schokolade!) – in eine Schüssel geben und mit den Händen (bäh!) solange kneten, bis die Zutaten gut vermischt sind. Das Ganze darf sich ruhig matschig anfühlen und ziemlich klebrig sein. Wenn ihr es ZU klebrig findet und Schwierigkeiten beim Formen der Hörnchen habt, könnt ihr noch ein, zwei Löffelchen gemahlene Mandeln dazugeben. Sobald der Teig ordentlich durchgemascht ist, formt ihr kleine Kugeln von der Größe einer Marzipankartoffel – allerdings nicht von so einem verschämt kleinen Marzipankartöffelchen, sondern ruhig etwas größer! Das Rosinchen hat sich mal zum Größenvergleich danebengelegt: Deutlich größer als ein Rosinchenfuß, vom Gesamtvolumen her nur etwas kleiner als ein Rosinchenkopf!

Klar? Aus den Rollen formt ihr zwischen den Händen kleine Hörnchen – und die werden dann tüchtig in den Mandelblättchen gewälzt, bis sie über und über damit bedeckt sind.

Lucys kleiner Praxistipp: Wenn die Mandelblättchen nicht unbedingt so toll haften und immer wieder runterfallen wollen, solltet ihr diese ein wenig zerkleinern (Mama geht, bevor bevor sie mit dem eigentlich Teig anfängt, mit ihren Händen einmal durch die Mandelblättchen und zerbröselt sie auf etwa 1/2–1/3 Blättchengröße) – die kleiner Splitter haften wesentlich besser, und der Optik tut es keinen Abbruch, eher im Gegenteil!

Sobald die Hörnchen mit Mandeln bedeckt sind, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Ihr müsst dabei keinen allzugroßen Abstand einhalten – die Hörnchen behalten im Großen und Ganzen ihre Form und laufen nicht auseinander!

Wenn das Backblech voll ist (ihr müsstet mit einem auskommen – eventuell bleiben noch 4–5 Hörnchen für einen zweites Blech), ab in den Ofen!

Backzeit bei 180 Grad etwa 15–17 Minuten

Sehen die nicht lecker aus?

Man kann die Enden der Hörnchen natürlich auch noch in über dem Wasserbad geschmolzene Schokolade tauchen. Das KANN man tun, muss man aber nicht. Wir machen es normalerweise NICHT.

Ergibt um die 25 Stück. Klingt wenig, ist aber O.K. – die hauen rein! Selbst Mama schafft nicht mehr als drei – und das will etwas heißen!

Das war’s! Und auch heute wünschen wir euch gutes Gelingen beim Nachbacken.
Wenn ihr Lust habt, schreibt uns doch mal, ob ihr die Mandelhörnchen auch so lecker findet!

Euer fröhliches Back-Team

Lucy & Tönnchen

P.S. Heute kommt Besuch von Mamas Ex-Grundschuleltern-Freundinnen. Da gibt’s dann die Mandelhörnchen – und den Rest esse ich.

 

Lucy backt, Teil 2: knusprige Mandelplätzchen

Lucys backt für Weihnachten:

Knusprige Mandelplätzchen

Im Teil 1 hatte ich das Rezept vorgestellt, das es als letztes in den Kanon unserer liebsten Weihnachtsrezepte geschafft hat. Wir probieren in unserer puppigen Versuchsküche eine Menge aus, aber es schaffen auch viele Rezepte gar nicht in eine zweite Runde. Schließlich stellen wir hier hööööchste Ansprüche an Geschmack, Duft (ihr ahnt gar nicht, wie sensibel  Stofftier- und Puppennasen sind!) und nicht zuletzt auch die Optik.

Dieses Rezept geht auf Mamas Kindheit zurück, obwohl Tönnchen auf Instagram behauptet, es handle um ein ganz altes Familienrezept von ihrer Urgroßmutter Methusalömmchen. Mag sein. Ich war noch nicht genäht, als das Rezept zum ersten Mal ausprobiert wurde. Das war nämlich auf jeden Fall zu Mamas Schulzeiten (wie man an der Kinderschrift auf dem Rezeptmanuskript deutlich erkennen kann) – irgendwann im späten Mittelalter also. Jedenfalls hat sie die Plätzchen wohl für irgend so ein Adventsfrühstück in ihrer Klasse ausprobiert.

Unsere Mandelplätzchen basieren jedenfalls auf einem Rezept für Florentiner, auf dessen Zutatenliste noch so allerhand Florentiner-Typisches wie Zitronat, Orangeat und Honig stand. Mochte meine Mama früher alles nicht so richtig gern (Honig findet sie heutzutage immer noch ganz abscheulich). Deswegen hat sie einige Male damit herumexperimentiert, und schließlich ist folgende überschaubare Anzahl an Zutaten übrig geblieben:

300 g gehobelte Mandeln
30 g Butter
60 g Zucker
1 Vanilleschote
1 Becher Schlagsahne (250 g)
60 g Mehl

und zum Schluss noch:
100 g Schokolade – Bitter, Vollmilch oder weiß – ganz nach Euren persönlichen Vorlieben!

Das war’s schon! Am Wochenende hatten wir zufällig alle Zutaten im Haus, und es war ja auch zweiter Advent. Die Elche hatten schon alle Baumkuchenecken (ein Rezept aus dem ZEIT Magazin, das Tönnchen letzten Sonntag getestet hat, und das es bei uns definitiv nicht in die zweite Runde schafft, obwohl wir eigentlich Baumkuchenfans sind – es schmeckte einfach zu sehr nach Ei – waren auch 10 Eier drin, wen wundert’s!) aufgegessen – also mussten neue Plätzchen her! Und obwohl das Nilpferd und ich ja nicht gerade die aller-, allerbesten Freundinnen sind (zumal sie in letzter Zeit ständig an ihrem Buch arbeitet, und das beunruhigt mich etwas – nicht, dass sie damit fertig ist, bevor meine Fortsetzung zu 2 und 1/2 Portion – Verschwörung im Schlosshotel erschienen ist!!), lief die Zusammenarbeit richtig prima!

Schnelle und einfache: Die Zubereitung

Alle Zutaten und einen kleinen Topf, außerdem zwei mit Backpapier belegte Backbleche bereitstellen.

Die Butter bei geringer Temperatur zum Schmelzen bringen.

Vanilleschote mit einem Messer aufritzen und das Mark herauskratzen (faule Puppen nehmen Vanillearoma, aber wir stehen voll auf das echte Zeug!). Das Rauskratzen machen wir übrigens immer mit einem Teelöffel, das geht am besten!

Alle übrigen Zutaten zur geschmolzenen Butter in den Topf schütten, bei geringer bis mittlerer Temperatur unter Rühren solange erhitzen,  bis die Masse etwas eindickt (das geht ziemlich schnell, der Teig sollte noch eher flüssig als teigig sein, sonst klappt das mit dem Portionieren nichtn so gut. Ist alles eine Angelegenheit von wenigen Minuten! Mama hat schon ).

Achtung: gleichmäßig mit einem Holzlöffel umrühren, damit nichts anbrennt!

Der etwas aufwendigere Teil: Portionieren und backen

Den Backofen auf 180 Grad (Gas Stufe 2) vorheizen. Backzeit zwischen 15 und 20 Minuten

Sobald die Masse etwas eingedickt ist, den Topf vom Herd nehmen. Mit zwei Teelöffeln kleine Klackse auf das Backpapier geben und gaaanz dünn ausstreichen. Je dünner, desto besser, und wirklich nur ein Teelöffelchen pro Plätzchen, damit die Plätzchen auch soooo schön knusprig werden, wie sie am aller-, allerköstlichsten sind. Dabei möglichst zügig verfahren, denn der Teig dickt, je länger er rumsteht, immer weiter ein, und je dicker, desto schwieriger wird es, hauchdünn zu verstreichen!

WICHTIG: Je dünner, desto knuspriger!

Wenn ein Blech fertig ist – ab damit in den Ofen. Während das erste Blech backt, die Mandelplätzchen auf dem zweiten wie oben beschrieben vorbereiten.

Der Teil, bei dem Wachsamkeit angesagt ist: Das Backen

Nach spätestens 13 Minuten würde ich an eurer Stelle einen ersten Blick in den Ofen werfen. Sind noch alle Plätzchen mandelig-sahnig hell, hat’s noch ein paar Minütchen Zeit. Ab jetzt aber aufgepasst – zwischen herrlich karamellig-knusprig und verbrannt ist ein sehr schmaler Grat, daher behaltet die Plätzchen gut im Auge. Gegebenfalls das ein oder andere Plätzchen schon vorzeitig vorsichtig mit einer Gabel oder so einem Schiebedings herausholen (Achtung! Brechen sehr leicht, also ist Fingerspitzengefühl angesagt!). Fertig sind alle Plätzchen, wenn sie eine zart-bräunliche Farbe angenommen haben.

Der Teil, zu dem es nur gelegentlich kommt: das Schokoladenfinale!
Ehrlich gesagt – zu diesem Teil kommen wir meistens gar nicht. Wenn die Mandelplätzchen aus dem Ofen kommen, schaffen wir es eventuell sogar noch unsere Gier ein paar Minütchen zu zügeln, und die Plätzchen etwas abkühlen zu lassen – ganz frisch aus dem Ofen bröseln und brechen sie nämlich leicht. Dann muss man sien natürlich sofort aufessen.

Sollten sie die Abkühlungsphase überstanden haben, ohne direkt vom Blech gegessen worden zu sein, dann, ja dann könnt ihr auch noch Schokolade (Sorte nach euren Vorlieben, ist alles lecker!) über dem Wasserbad schmelzen und mit einem Backpinsel  (oder einfach mit einem Messer, so wie man ein Brot buttert!) die Rückseiten bestreichen, trocknen lassen, servieren. Der Teenager in unserem Haushalt bevorzugt übrigens die Plätzchen pur, ohne Schokolade. Mama mag sie lieber mit. Also – alles, wie es euch gefällt!

Ergibt übrigens um die 65-70 Stück. Klingt viel, ist es aber nicht, wenn man mal angefangen hat, zu probieren!

Fertig! Und wieder wünschen wir euch gutes Gelingen beim Nachbacken.
Wenn ihr Lust habt, schreibt uns doch mal, wie lange ihr gebraucht habt, um alle aufzuessen!

Euer fröhliches Back-Team

Lucy & Tönnchen

Lucy backt! Teil 1: kleine Pistazien-Marzipan-Strudel

Lucys backt für Weihnachten:

Kleine Quarkstrudel mit köstlicher Füllung

Naja, wenn ich gaaanz ehrlich bin, dann war das nicht allein meine Idee, das mit der Back-Kolumne auf meinem Blog. Aber Tönnchen, das kleine, olle, aber nicht ganz unpfiffige Nilpferd in unserem Haushalt (habe ich schonmal von ihr berichtet?), betreibt seit ein paar Tagen einen Instagram-Account, wo sie Fotos von sich postet. Und eben auch welche, die sie bei der Weihnachtsbäckerei zeigen. Und weil die wohl ganz gut ankommen (ich fasse es ja nicht, wieviele Leute sich so ein schäbbiges kleines Plüschtier angucken!), dachten wir, wir verraten euch hier mal unsere All-Time-Klassiker-Lieblings-Plätzchen-Rezepte. Alle von uns vielfach erprobt, an Freunden und Nachbarn getestet (leben alle noch und pflegen nach wie vor den Umgang mit uns) und mit dem Prädikat „superlecker“ ausgezeichnet. Aber jetzt geht’s los.

Die kleinen Quarkstrudel mit Pistazien-Marzipan-Füllung sind tatsächlich das jüngste Rezept in unserer Sammlung – die haben wir im vergangenen Jahr zum ersten Mal gemacht, als unsere Mama zum Advents-Kaffeetrinken für ihre Freundinnen geladen hatte und sie fand, dass von Florentinern, Mandelhörnchen, Mini-Schoko-Gugls, Nussecken, Vanillekipferln, Kokosmakronen und einer kleinen Auswahl an Obstkuchen, Muffins und Cupcakes die geladenen 5 Gäste UNMÖGLICH satt werden könnten. Da kam dieses Rezept – ursprünglich aus einer alten Ausgabe von ESSEN UND TRINKEN uns gerade recht – bei der angegebenen Menge kommen locker so um die 70 Strudelchen heraus.


für die Füllung:
100 g Pistazienkerne (Alternativ: Mandeln)
250g Marzipanrohmasse
2 Eiweiß (Klasse M)
2 El Zitronensaft
6 Tr. Bittermandelöl


für den Teig:
500g Mehl
1 Pk. Backpulver
200 g Butter, weich
75 g Puderzucker
1 Pr. Salz
2 Eigelb
250 g Magerquark

 

und zum Schluss noch:
100 g Butter (flüssig)
Puderzucker zum Bestäuben

Das wär’s auch schon an Zutaten. Gestern hat ja im großen und ganzen Tönnchen die Arbeit gemacht – ich habe zugeschaut, fotografiert und gelacht. Nicht nur, dass sie ihren Freund, den Drachen Awful, über und über mit Mehl und Puderzucker bestäubt hat und wir fast die Küche abgefackelt hätten, weil der natürlich vor Schreck eine Stichflamme gespuckt hat  … nein, sie hat natürlich auch die Anleitung nicht so richtig gelesen. Aber, hej – man kann Handrührgeräte ja nachkaufen!

* ACHTUNG: Mehlstaub ist eine explosive Angelegenheit!!

Ihr fangt an mit der

1. Herstellung der Füllung

Pistazienkerne im Mixer oder Blitzhacker fein mahlen.

Marzipan grob raspeln * und mit den Eiweißen, Bittermandelöl und Zitronensaft in einer Schüssel mit dem Handrührgerät sehr cremig schlagen.

Zum Schluss noch die Pistazien unterrühren.

ACHTUNG: Nicht als ganzen Klotz in die Schüssel werfen, wie es das faule Hippo gestern meinte, tun zu müssen! Jedenfalls fing es nach einer Weile an, aus dem Gerät zu qualmen und dann machte es puff, und danach ging nichts mehr …

2. Herstellung des Teiges

Butter, Puderzucker und 1 Prise Salz ca. 5 Minuten mit dem Handrührgerät schaumig schlagen.

Eigelbe zugeben und eine Minute lang unterrühren.

Quark dazugeben – und nochmal kräftig rühren!

Mehl und Backpulver zugeben, mit den Knethaken des Handrührgerätes unterarbeiten, bis ein glatter Teig entstanden ist – oder mit den Händen durchkneten. So macht die Mama das, aber Tönnchen hat natürlich nicht die Pfötchen genommen – wäre ja voll unhygienisch!

So, jetzt müsst ihr nur noch Füllung und Teig zusammenbringen. Jetzt wird es Zeit, den Ofen schonmal auf 180 Grad (Umluft 160 Grad, Gas Stufe 2–3) vorzuheizen!

3. Füllung des Teiges
Teig in 4 Portionen teilen und diese zu jeweils zu 40 cm langen Teigwürsten formen.

Den ersten Teigstrang auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen (ca. 60 x 10 cm), 1/4 der Füllung daraufgeben, gleichmäßig verteilen (kleiner Tipp: Messer oder kleine Teigrolle dabei zu Hilfe nehmen)

Teigrechteck längs eng aufrollen

Rolle im Zickzack zu kleinen Dreiecken schneiden.

Genauso mit den 3 anderen Strängen verfahren.

4. Backen
Marzipan-Ecken auf ein Backblech setzen, auf der 2. Schiene von unten ca. 15 Min. backen.

5. Fertigmachen zum Aufessen!
Sobald die lecker duftenden Ecken aus dem Ofen kommen, diese mit flüssiger Butter bepinseln. Puderzucker darüber sieben – und ab in den Mund ! Falls noch welche übrig sind, wenn die Gäste kommen: Vor dem Servieren noch einmal mit Puderzucker bestäuben.

Fertig! Ich wünsche euch frohes Gelingen beim Nachbacken. Es ist nicht ganz einfach und braucht ein bisschen Geduld, aber wir finden, es lohnt sich! Schreibt mir doch mal, wenn ihr das Rezept ausprobiert habt!

Euer fröhliches Back-Team

Lucy & Tönnchen

 

Lucy ist zurück! Was hätte geschehen können …

Ich weiß, ich weiß, ihr habt sehr, sehr lange nichts von mir gehört. Und ihr habt euch sicher gefragt, was denn eigentlich passiert ist! Euch Sorgen gemacht, ob es mir gut geht. Hoffe ich zumindest.

Ich könnte jetzt natürlich erzählen, dass ich entführt worden bin und jahrelang gefangen gehalten wurde. Zum Beispiel in einem Versuchlabor mit allerhand silbrig glänzenden, undurchschaubar gruseligen Apparaturen, geheimnisvoll blinkenden Bildschirmen, vielen Schläuchen und Erlenmeyerkolben mit unheimlich vor sich hinsubbernden stinkenden Flüssigkeiten, fiesen, langen Injektionsnadeln. Eine total durchgeknallte, schielende, ständig wirr vor sich hinmurmelnde Wissenschaftlerin und ihr warzennasiger Assistent hätten mir Elektroden ins Gehirn gesteckt, mich in Röhren geschoben und durch Teilchenbeschleuniger auf Slimies (schreibt man die so???) geschossen und alle Aktionen, Reaktionen und Fusionen akribisch protokolliert. Zum Glück hätte der moralisch noch nicht total verkorkste neue Praktikant sich eines Tages bereit erklärt, eine der Versuchsratten, der ich einen Zettel mit einem Hilferuf um den Schwanz geringelt hätte, einen Moment unbeaufsichtigt zu lassen … Und dann wäre, nach Monaten des Wartens und Hoffens, irgendwann mit lautem Knall und eine Million Glassplitter verspritzend, eine mobile Eingreiftruppe des FBI, MI6, des BKA, des StTG (Stofftiergeheimdienstes), Greenpeace oder die Mission Impossible-Truppe durch die Sicherheitsschleuse gebrochen und hätte mich gerettet.

Oder ich wäre auf einer Reise durch Afrika oder Asien oder Südamerika mitten aus meiner Reisegruppe heraus von maskierten Rebellen mit Maschinengewehren aus dem Bus gezerrt, in einen Sack gesteckt und verschleppt worden. Zuerst hätte man mich irgendwo in einem stickigen, tags brüllheißen und nachts bibberkalten Zelt in der Wüste, an Händen und Füßen gefesselt, gefangen gehalten. Als einzige Gesellschaft hätte mir eine kleine Ziege an den Zehen geknabbert. Einmal am Tag wäre eine von oben bis unten verschleierte Gestalt unbestimmbaren Alters und Geschlechts hereingekommen und hätte mir einen Napf mit unvorstellbar übelriechendem Mampf und einen Tonkrug mit schlammigem Wasser hingestellt. Ich hätte aus lauter Langeweile versucht, der Ziege das Sprechen beizubringen – vergebens natürlich. Wochen später wäre ich auf die Ladefläche eines schäbigen Pick-ups geworfen worden, der mich – stundenlang über buckelige Pisten eiernd – durchgerüttelt hätte, immer in der Gefahr, von den mitreisenden Schafen zu Tode gequetscht zu werden. Spät am Abend hätten wir die Außenbezirke einer gesichtslosen Wüstenstadt erreicht, man hätte mir einen schwarzen Sack über den Kopf gezogen und weggeschleppt. Ich hätte noch den Einstich einer Injektionsnadel gespürt, und dann … Keine Ahnung, wieviel Zeit dann vergangen wäre, bis ich in einer schmuddeligen Zelle aufgewacht wäre. Durch Klopfzeichen hätte ich immer wieder versucht, Kontakt mit der Außenwelt aufzunehmen, immer im Ungewissen, ob mich irgendeiner hört. Einmal am Tag hätte mir jemand durch eine Luke einen Napf mit … ihr wisst schon. Siehe oben. Eines Tages wäre es mir gelungen, mit den Essensresten eine Botschaft aus meiner Zelle zu schmuggeln, und nach Wochen des angstvollen Wartens wäre endlich eine tollkühne Eingreiftruppe durch die Decke gebrochen (vielleicht unter Leitung unserer überaus toughen Stofftier-Geheimagentin Tönnchen), hätte mich aus meiner Not befreit, und später hätte ich mich noch über Monate auf der Quarantänestation eines modernen Berliner Krankenhauses von einer dubiosen Tropenkrankheit erholt …

Das alles könnte ich euch natürlich erzählen, und das würde natürlich auf’s Vortrefflichste erklären, warum ihr solange nichts von mir gehört habt. Mach‘ ich aber nicht. Stimmt nämlich nicht. Wär’s glatt gelogen. Was in Wirklichkeit geschah? Haha. Hier bediene ich mich eines klassischen KLIPPENHÄNGERS 😉