Lucy backt, Lucys Weihnachtsecke
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Lucy backt! Teil 1: kleine Pistazien-Marzipan-Strudel

Lucys backt für Weihnachten:

Kleine Quarkstrudel mit köstlicher Füllung

Naja, wenn ich gaaanz ehrlich bin, dann war das nicht allein meine Idee, das mit der Back-Kolumne auf meinem Blog. Aber Tönnchen, das kleine, olle, aber nicht ganz unpfiffige Nilpferd in unserem Haushalt (habe ich schonmal von ihr berichtet?), betreibt seit ein paar Tagen einen Instagram-Account, wo sie Fotos von sich postet. Und eben auch welche, die sie bei der Weihnachtsbäckerei zeigen. Und weil die wohl ganz gut ankommen (ich fasse es ja nicht, wieviele Leute sich so ein schäbbiges kleines Plüschtier angucken!), dachten wir, wir verraten euch hier mal unsere All-Time-Klassiker-Lieblings-Plätzchen-Rezepte. Alle von uns vielfach erprobt, an Freunden und Nachbarn getestet (leben alle noch und pflegen nach wie vor den Umgang mit uns) und mit dem Prädikat „superlecker“ ausgezeichnet. Aber jetzt geht’s los.

Die kleinen Quarkstrudel mit Pistazien-Marzipan-Füllung sind tatsächlich das jüngste Rezept in unserer Sammlung – die haben wir im vergangenen Jahr zum ersten Mal gemacht, als unsere Mama zum Advents-Kaffeetrinken für ihre Freundinnen geladen hatte und sie fand, dass von Florentinern, Mandelhörnchen, Mini-Schoko-Gugls, Nussecken, Vanillekipferln, Kokosmakronen und einer kleinen Auswahl an Obstkuchen, Muffins und Cupcakes die geladenen 5 Gäste UNMÖGLICH satt werden könnten. Da kam dieses Rezept – ursprünglich aus einer alten Ausgabe von ESSEN UND TRINKEN uns gerade recht – bei der angegebenen Menge kommen locker so um die 70 Strudelchen heraus.


für die Füllung:
100 g Pistazienkerne (Alternativ: Mandeln)
250g Marzipanrohmasse
2 Eiweiß (Klasse M)
2 El Zitronensaft
6 Tr. Bittermandelöl

für den Teig:
500g Mehl
1 Pk. Backpulver
200 g Butter, weich
75 g Puderzucker
1 Pr. Salz
2 Eigelb
250 g Magerquark

 

und zum Schluss noch:
100 g Butter (flüssig)
Puderzucker zum Bestäuben

Das wär’s auch schon an Zutaten. Gestern hat ja im großen und ganzen Tönnchen die Arbeit gemacht – ich habe zugeschaut, fotografiert und gelacht. Nicht nur, dass sie ihren Freund, den Drachen Awful, über und über mit Mehl und Puderzucker bestäubt hat und wir fast die Küche abgefackelt hätten, weil der natürlich vor Schreck eine Stichflamme gespuckt hat  … nein, sie hat natürlich auch die Anleitung nicht so richtig gelesen. Aber, hej – man kann Handrührgeräte ja nachkaufen!

* ACHTUNG: Mehlstaub ist eine explosive Angelegenheit!!

Ihr fangt an mit der

1. Herstellung der Füllung

Pistazienkerne im Mixer oder Blitzhacker fein mahlen.

Marzipan grob raspeln * und mit den Eiweißen, Bittermandelöl und Zitronensaft in einer Schüssel mit dem Handrührgerät sehr cremig schlagen.

Zum Schluss noch die Pistazien unterrühren.

ACHTUNG: Nicht als ganzen Klotz in die Schüssel werfen, wie es das faule Hippo gestern meinte, tun zu müssen! Jedenfalls fing es nach einer Weile an, aus dem Gerät zu qualmen und dann machte es puff, und danach ging nichts mehr …

2. Herstellung des Teiges

Butter, Puderzucker und 1 Prise Salz ca. 5 Minuten mit dem Handrührgerät schaumig schlagen.

Eigelbe zugeben und eine Minute lang unterrühren.

Quark dazugeben – und nochmal kräftig rühren!

Mehl und Backpulver zugeben, mit den Knethaken des Handrührgerätes unterarbeiten, bis ein glatter Teig entstanden ist – oder mit den Händen durchkneten. So macht die Mama das, aber Tönnchen hat natürlich nicht die Pfötchen genommen – wäre ja voll unhygienisch!

So, jetzt müsst ihr nur noch Füllung und Teig zusammenbringen. Jetzt wird es Zeit, den Ofen schonmal auf 180 Grad (Umluft 160 Grad, Gas Stufe 2–3) vorzuheizen!

3. Füllung des Teiges
Teig in 4 Portionen teilen und diese zu jeweils zu 40 cm langen Teigwürsten formen.

Den ersten Teigstrang auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen (ca. 60 x 10 cm), 1/4 der Füllung daraufgeben, gleichmäßig verteilen (kleiner Tipp: Messer oder kleine Teigrolle dabei zu Hilfe nehmen)

Teigrechteck längs eng aufrollen

Rolle im Zickzack zu kleinen Dreiecken schneiden.

Genauso mit den 3 anderen Strängen verfahren.

4. Backen
Marzipan-Ecken auf ein Backblech setzen, auf der 2. Schiene von unten ca. 15 Min. backen.

5. Fertigmachen zum Aufessen!
Sobald die lecker duftenden Ecken aus dem Ofen kommen, diese mit flüssiger Butter bepinseln. Puderzucker darüber sieben – und ab in den Mund ! Falls noch welche übrig sind, wenn die Gäste kommen: Vor dem Servieren noch einmal mit Puderzucker bestäuben.

Fertig! Ich wünsche euch frohes Gelingen beim Nachbacken. Es ist nicht ganz einfach und braucht ein bisschen Geduld, aber wir finden, es lohnt sich! Schreibt mir doch mal, wenn ihr das Rezept ausprobiert habt!

Euer fröhliches Back-Team

Lucy & Tönnchen

 

1 Kommentare

  1. Cousine Vroni sagt

    Na, das sieht aber lecker aus! Aber auch ziemlich aufwendig oder aufwändig oder so, jedenfalls kompliziert!
    Ich werde dieses Rezept mal meiner Mama zeigen! Die hat neulich Zimtsterne gebacken… was soll ich sagen… die waren STEINhart, konnte keiner essen. Zum Glück hat sie dann ein anderes Rezept ausprobiert! Die waren aber superlecker, sind nur leider schon alle weg. Kennst Du Engelsaugen? Die sind auch fein und gehen ganz leicht!

    Wieso spielt Tönnchen sich seit neuestem so in den Vordergrund? Midlifecrisis? Geht ja mal gar nicht!

    Mein grosser Bruder geht heute mit seiner Lateinlehrerin in ein Museum und dann auf einen Weihnachtsmarkt. Sowas hätte ich mir auch mal gewünscht, gab es bei uns nie! Dafür muss er am Donnerstag und Freitag noch zwei Arbeiten schreiben. Der kleine Bruder schreibt heute Deutschaufsatz und Donnerstag eine Reliklausur. Da bin ich froh, dass ich zu Hause bin, den ganzen Tag Zeit zum Lesen habe und nach Plätzchenrezepten suchen kann!

    Viele liebe Adventsgrüsse und bis bald,
    Dein Cousinchen

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